Vereinsreise 25. – 29. September 2019 durch Salzburgerland und Oberösterreich

Die kommende Vereinsreise  zwischen dem 25. – 29. September 2019 wird uns Richtung Salzburgerland und Oberösterreich führen, wobei ein Halt in Bayern auf der Durchfahrt und ein Abstecher nach Tschechien wahrscheinlich sind. Weiter Details folgen bis März 2019.

Unsere letzte Reise vom 19. – 23. September 2018 führte uns ins herbstliche Piemont. Wo gute Weine und andere kulinarische Höhepunkte entstehen ist hervorragendes Bier in der Regel nicht lange zu suchen.

Hier Martin’s kleiner persönlicher Reisebericht, viel Spass beim lesen!

Erster Tag
Mit kurzer Verspätung startete die SHS-Vereinsreise 2018 in die allseits bekannte italienische Region Piemont. Um 8 Uhr wurden die meisten Reisenden, oder diejenigen welche nicht in Adetswil einstiegen, von unserem treuen Chauffeur und Reisebegleiter Sepp beim Zürcher Busbahnhof abgeholt. Los ging die Fahrt Richtung Gotthard bei strahlendem Wetter vorbei am Vierwaldstättersee. Nach einer kurzen Kaffepause bei der modernen Raststätte Erstfeld ging es in Richtung erster Höhepunkt des Tages, dem Zwischenhalt in Mendrisio. Auf Empfehlung meines Sommelierkollegen Rolf, kehrten wir in das Ristorante Stella mit Hunger und Durst ein. Nach überzeugenden italienischen Craft Bieren der Brauerei BIBIBIR und einer ausgezeichneten Pizza ging die Fahrt Richtung Novara weiter.  Als kleine Überraschung kam ein kurzer Besuch in der Salumificio Romano Mainelli, ein Betrieb welcher seit 1877 sich der Herstellung von vielen Salami-, Schinkensorten und anderen Spezialitäten widmet, dazu. Nicht nur Schwein kommt in die Salami, der Esel oder das Pferd tut es auch. Und somit konnten wir bei der Verkostung die unterschiedlichen Qualitätsprodukte entdecken, für jeden Geschmack findet sich bekanntlich etwas. Auf der Weiterfahrt oder auch kurz gesagt ein Bier später konnten wir in Novara den Reisebus verlassen und im Hotel Cavour die Zimmer beziehen. Soweit so gut, ein paar Biere hier, ein paar dort, Apero Häppchen hier und dort. Angefangen im Taurus Beerstrot über Il Barone Birra zum Black Hole, wo ich das erste Italian Grape Ale auf dieser Reise mit den Kollegen teilen durfte. Schon bald war es Zeit sich Richtung Schlaf aufzumachen.

Zweiter Tag
Mit Sonnenschein geht alles einfacher, so auch das Aufwachen am zweiten Tag. Konnte man direkt darüber hinwegsehen, dass für ein paar von uns das Frühstücksbuffet nur noch knapp gereicht hat. Sowie man darüber hinwegsehen konnte, dass der Besuch der Dom-Kuppel wegen Abwesenheit des Personals, nicht möglich war. Also die Sonne schien und konnte die Stimmung nicht trüben, ausserdem war Sepp pünktlich wie eine Schweizer Uhr. Auf in Richtung Vercelli, vorbei an endlos scheinenden Reisfelder Richtung Ristorante Colombara, gleich neben der Reisfarm Tenuta Colombara gelegen. Mit 2 Risotti, einem traditionellen Risotto mit Parmesan und einer Variante mit Steinpilzen wurden wir erneut verwöhnt. Dazu konnte man regionales Reisbier oder Wein geniessen. Nach einem kurzen Spaziergang zur Reisfarm wurden wir freundlich auf eine spannende Reise durch die Geschichte des Reisanbaus mitgenommen. Reich an Reis und weiter auf der Reise in Richtung Hügellandschaft nach Asti. Nach dem Zimmerbezug im Hotel Aleramo wurden wir freundlich zum Willkommensgetränk eingeladen. Dennoch war für mich klar, nach so viel Reis brauche ich erst mal ein Eis. Zum Glück war ich schon mal hier und wusste noch wo ich meine Lieblingssorten herbekomme. Weiter zum Apero Nummer zwei, oder drei, bei Il Cavallino Alato und anschliessend fürstlich verwöhnen lassen im Piccolo Ristorante Campanaró, dieses Mal mit Weinbegleitung. Saisonbeginn und somit der erste Abend wo weisse Trüffel serviert wurden, das Essen war einfach fantastisch. Und wieder war es Zeit sich Richtung Schlaf aufzumachen.

Dritter Tag
Erneut mit Sonnenschein in den Tag gestartet und zudem konnte nichts im Geringsten die Stimmung trüben an diesem herrlichen Tag. Mit Sepp am Steuer, ich durfte nicht mehr fahren, ging es auf eine Rundfahrt durch das Weingebiet. Richtung Alba durch die schöne Hügellandschaft vorbei an Reben und Haselnusssträuchern. In Alba angekommen und rein in den Touristenstrom. Apero hier, Trüffelauswahl in den schmucken Tante-Emma-Läden bestaunt, einen tollen Käseteller, natürlich auch mit der Spezialität Gorgonzola mit Weisswein dazu verkostet, gute Gesellschaft und die Sonne scheint. Da der heutige Tag dem Wein gewidmet war, ging die Reise weiter bis zum Weingut Rovero. Wir wurden erneut verwöhnt mit Köstlichkeiten und ausgezeichneten Weinen. Erst gab es einen Spumante Moscato und später zum Höhepunkt den Rouve, einen im Eichenfass gereiften Barbera d’Asti. Die Brände und Grappi konnten im Anschluss probiert werden und so manches Souvenir hat einen neuen Besitzer gefunden. In der SHS Reisekasse war auch noch ein wenig Geld übrig, so konnte ich die Gelegenheit nutzen alle ins Il Cavallino Alato zum Bierapero eingeladen. Ein paar von uns sind dann gleich sitzen geblieben und haben die Bierspezialitäten aus Enzo’s Bierkeller genauer unter die Lupe genommen. Schön wars.

Vierter Tag
Die Sonne schien und wir auch, obwohl sich langsam die ersten Müdigkeitserscheinungen bemerkbar machten. Dennoch war dies ein grosser Tag, denn die erste Brauerei Besichtigung unserer Weinreise stand an. Nicht einfach eine Brauerei, es ist eine besondere mit dem Namen LoverBeer mit viel Passion und Liebe zur Natur. Oder anders gesagt zur natürlichen Vergärung und Zutaten aus dem belgischen Reinheitsgebot. Valter führte uns durch die platzoptimierte Kleinbrauerei, erzählte uns Interessantes über sein Wirken und verköstigte uns mit drei seiner verrückten wilden Biere. Spätestens beim BeerBrugna, welches mit regionalen Pflaumen gebraut wird, waren die meisten überzeugt. Natürlich waren die Sauerbiere genau meine Welt und ich nahm dies zum Anlass, als Vorkoster den ersten Schluck zu degustieren. Mit neuen Errungenschaften im Gepäck fuhren wir weiter in Richtung Turin. Für die einen wartete der Besuch im Salone del Gusto, wo unter anderem auch gegen 40 Brauereien ihre Biere präsentierten. Die anderen wählten eine Besichtigung der (Alt)Stadt und tauchten in den Touristenmengen unter. Noch ein paar andere wählten den Weg von Biertempel zu Biertempel. Mein Tag endete nach 250g Carne Crudo und ein paar exzellenten Bieren. Das letzte Bier an diesem Abend zur Krönung der Barleywine Xyauiù 2014 von Baladin… und die Sonne schien.

Fünfter und letzter Tag
Und noch mal mit Sonnenschein in den Tag gestartet, zuhause wurde gegen Abend ein Sturm mit Schauer erwartet. Zur Klarstellung: damit ist nicht die Stimmung meiner Frau gemeint. Die Fahrt ging früh um 8:30 Uhr los Richtung Aostatal, für manche war das der Anlass, um im Car noch ein Powernap zu nehmen. Um die Reisezeit zu verkürzen wurde per Abstimmung das Reiseziel der nächsten SHS Vereinsreise für das Jahr 2019 ermittelt. Zur Auswahl wurde eine Reise durch Ireland, eine Dreiländerreise mit Schwerpunkt Elsass und das Ziel Salzburgerland / Oberösterreich angeboten. Beim ersten Wahldurchgang ging Irland auf die Bretter, die beiden anderen Vorschläge waren gleich auf. Beim 2. Durchlauf konnte Österreich mit 14 zu 11 Stimmen die Wahl für sich entscheiden. Nach der Durchfahrt des Sankt Bernhard Tunnels war am Strassenbelag zu erkennen, wir sind zurück in der Schweiz. Der Mittagshalt bei Rösti und Käseschnitte konnte dies nur zu Recht zusätzlich bestätigen. Noch kurz ein paar Sonnenstrahlen tanken und bei zunehmendem Wind Richtung Bern und weiter nach Zürich und Adetswil, dem Ende unserer genuss-, bier- und weinreichen Vereinsreise durch das Piemont.

Danke allen die mit dabei waren.
Ein besonderer Dank an Roland und Sepp von Heusser Touristik für die Vorbereitungen und Durchführung der Reise und die gute Zusammenarbeit.

Der Reisebericht kann hier heruntergeladen werden

Des weiteren kannst du unter der Rubrik Vergangenes in Erinnerungen der letzten Vereinsreisen schwelgen.